Zum Inhalt springen

Armut in der Schweiz

Bundesamt für Statistik · Datenstand 2020 (Einkommen 2019). Archivierte Informationen zur Einkommensarmut, zu Armutsgrenzen und zur Situation der Erwerbstätigen.

Archivfassung vom 2. März 2023. Diese Seite gibt die damaligen Inhalte des Bundesamts für Statistik im Layout von Lua wieder. Die Angaben beziehen sich auf SILC 2020 und die Einkommen von 2019, also auf die Zeit vor der Covid-19-Pandemie.

Zur Archivübersicht

Armut 2020 in Zahlen

  • 8,5 % der Bevölkerung: Anteil der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten, der von Einkommensarmut betroffen war.

  • 722 000 betroffene Personen: So viele Menschen lebten in der Schweiz 2020 von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze.

  • 4,2 % der Erwerbstätigen: Rund 158 000 Personen waren trotz Erwerbstätigkeit von Armut betroffen.

Wer ist von Armut betroffen?

In der Schweiz waren im Jahr 2020 (Einkommen 2019) 8,5% der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten von Einkommensarmut betroffen. Dies entspricht rund 722 000 Personen.

Zu den am stärksten betroffenen Gruppen zählten Personen, die alleine oder in Einelternhaushalten mit minderjährigen Kindern lebten, Personen ohne nachobligatorische Ausbildung und Personen in Haushalten ohne Arbeitsmarktteilnahme.

Armutsquoten 2020 nach Alter, Geschlecht, Herkunft, Bildung, Haushaltstyp und Erwerbssituation; mit 95-Prozent-Vertrauensintervallen. Quelle: BFS.
Armutsquoten 2020 nach verschiedenen Merkmalen, mit Vertrauensintervallen (95%). Die Armutsquote basiert auf dem Einkommen ohne Berücksichtigung allfälliger Vermögensbestände. Quelle: BFS – SILC 2020 (Version vom 6.11.2021), inklusive fiktiver Miete. © BFS 2022.

Entwicklung der Armutsquote

Im Vergleich zum Vorjahr (8,7%) hat sich die Armutsquote statistisch nicht signifikant verändert. Zwischen den Jahren 2007 und 2013 ging die Armutsquote von 9,3% auf 5,9% zurück. Seit 2014 (6,7%) steigt sie jedoch wieder an. In der gleichen Zeit ging das verfügbare Einkommen der untersten Einkommensgruppe (unterste 10% der Einkommensverteilung) zurück.

Da in SILC wesentliche methodische Änderungen vorgenommen wurden, sind die Werte ab 2014 nicht mehr direkt mit den Vorjahren vergleichbar.

Erhebungsjahr Armutsquote der Gesamtbevölkerung
2007 9,3 %
2013 5,9 %
2014 – ab hier neue Methodik 6,7 %
2019 8,7 %
2020 8,5 %
Ausgewählte Eckwerte aus dem Text der archivierten BFS-Seite. Die Werte vor und ab 2014 sind nicht direkt vergleichbar.

Armutsgrenze

Im Jahr 2020 betrug die Armutsgrenze durchschnittlich 2279 Franken pro Monat für eine Einzelperson und 3963 Franken pro Monat für einen Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren.

Haushaltstyp Durchschnittliche Armutsgrenze pro Monat
Einzelperson CHF 2 279
Zwei Erwachsene und zwei Kinder unter 14 Jahren CHF 3 963
Durchschnittliche Armutsgrenzen 2020. Quelle: Bundesamt für Statistik, SILC.

Armut der Erwerbstätigen

In der Schweiz waren 2020 4,2% aller Erwerbstätigen von Armut betroffen. Dies entspricht rund 158 000 Personen.

Die Einkommenssituation der Erwerbstätigen wird wesentlich durch die Arbeitsform und -bedingungen bestimmt. Folgende Gruppen waren besonders häufig trotz Erwerbstätigkeit armutsbetroffen:

  • Personen, die nicht ganzjährig erwerbstätig waren

  • Selbstständigerwerbende

  • Personen mit befristeten Arbeitsverträgen

  • Personen, die in kleinen Betrieben tätig sind

Bei der Armutsquote der Erwerbstätigen ist im zeitlichen Verlauf kein klarer Trend erkennbar.

Der Armut von erwerbstätigen Personen kommt eine besondere Beachtung zu, da die Ausübung einer Erwerbstätigkeit als Mittel zur Reduktion des Armutsrisikos gilt.

Quelle und Archivstand

Bundesamt für Statistik (BFS), «Armut». Datengrundlage: Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) 2020, Einkommen 2019. Archivierte Fassung vom 2. März 2023.

Historische Originalseite vom 2. März 2023

Kontakt beim BFS

Kontaktangaben aus der Archivfassung: Bundesamt für Statistik, Sektion Einkommen, Konsum und Lebensbedingungen, Espace de l’Europe 10, CH-2010 Neuchâtel, Schweiz.

+41 58 463 64 21

Inhaltliche Wiedergabe durch Lua. Urheber der statistischen Angaben und der Originalgrafik ist das Bundesamt für Statistik. Massgeblich ist die historische Originalquelle.

Zur Archivübersicht

Cookies 🍪

Diese Website verwendet Cookies, die Ihre Zustimmung brauchen.